Regionaltreffen Frankfurt

Stand: 13.09.2017
RT-Leiter: Kurt H. Faur

  069/505702
Regelmäßiges Treffen:  
Jeden ersten Freitag im Monat ab 19 Uhr
Lokalität:  
Restaurant Sandelmühle
An der Sandelmühle 35
60439 Frankfurt / Main
Tel. 069-575742
http://www.sandelmuehle.eu


15 Jahre Fahren • Feiern • Pflegen

Liebe Freundinnen und Freunde des gepflegten Genusses,

der RT Frankfurt besteht seit dem 20.2.02 und ist somit kaum jünger als unser Club, der ja bekanntlich Ende 2001 das Licht der Welt erblickte.

Er ist Zentrum und Heimat aller R129 Liebhaberinnen und Liebhaber der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main. Gemeinsam mit den Nachbar-RTs Darmstadt, Marburg und Aschaffenburg bieten wir allen Clubmitgliedern und Interessierten dieser großen Region kurze Wege zum Club vor Ort und eine herzliche, freundschaftliche Aufnahme. Und das alles nach dem Grundsatz:

Der RT ist das Beste vom Club!

Die Leitung des RT Frankfurt steht euch gern als Ansprechpartner zur Verfügung:

Kurt H. Faur (Ltr.)
Festnetz: 069-505702
E-Mail: kurt.faur@r129-club.de

Pia Schlede (Stv.)
Festnetz: 06172-34966
E-Mail: pia.schlede@t-online.de

Gerhard Daum (Techn.)
Festnetz: 06142-82870
E-Mail: gerhard.daum@t-online.de



Navigation:



1. RT-Grillfest 2017:

Grillen & Chillen unter RT-Freunden und Gästen

Organisation: RT-Leitung • Datum: 5. August 2017

Wie immer ist in der Planungsphase einer Ausfahrt, eines Events alles begeistert und schwelgt in Dimensionen sondergleichen Ausmaßes. Aber stets holt uns die Realität dann wieder in die Wirklichkeit zurück… Aber August ist ja auch traditioneller Urlaubsmonat und als Event-Termin offenbar nicht so geeignet. Organisatoren: Für’s nächste Jahr vormerken!

Als es um die Planung eines ersten RT-Treffens ging, bei dem das Wörschtsche uffm Grill im Fokus steht, war das Interesse im RT groß und entsprechend gingen die Organisatoren zu Werke. Die Rahmenbedingungen waren schnell festgelegt und auch ein geeigneter Grillplatz stand schnell fest. Kurt hatte seine alten und guten Beziehungen zu den Kalbacher Kleingärtnern bemüht und so konnten wir deren Vereins- und Festgelände für unser Grillfest ordern. Das hatte den enormen Vorteil, dass wir ausser den Verbrauchsmaterialien, die zum Betrieb des Grills nötig waren, nur noch das, was getrunken und gegessen werden sollte, mitbringen mussten. Alles andere war bestens vor Ort vorhanden und konnte genutzt werden. Der dafür fällige kleine Obolus in die Vereinskasse der Kleingärtner war mehr als gerechtfertigt und nicht der Rede wert.

Der Rest lief wie immer, Ankündigung, Einladung mit allen nötigen Details und warten auf Zusagen. Da wurde es dann allerdings etwas dünn — die Realität (siehe oben) halt. Aber das mit den gern gesehenen Gästen hat funktioniert und so waren es dann doch 16 gut gelaunte Gäste, die sich bei passendem Wetter auf dem Grillplatz einfanden. Wir hatten uns zur Aufstellung der Tische auf dem überdachten Freisitz des Vereinsheims entschieden und konnten statt unbequemer Bierzelt-Bänke bequeme Stühle nutzen - perfekt. Der Aufruf zu selbst gemachten Salaten und Leckereien hat auch gut funktioniert. Alles in allem war die Tafel für alle Leckerschlecker sehr abwechslungsreich und köstlich bestückt.

Nach einem Begrüßungsgläschen wurde der Grill zum Glühen gebracht und jeder bediente sich am Buffett, wendete die Wurscht über der Kohle oder brutzelte sein mitgebrachtes Grillgut selbst. Das natürlich in genetisch disponierter Rollenverteilung: Die Herren trafen sich am Grill (Esse gejaacht, erlescht, haamgeschleppt un uffs Feuer gewuchded, dann druff uffgebasst un debei wischdische Männergespräsche gefierd…). Die Damen sorgten unterdessen für die restlichen und neben dieser wichtigen Hauptaufgabe nötigen Klaanischkeide… ;-)

So verlief das RT Grillfest angenehm und alle Teilnehmer fühlten sich offenbar wohl. Es hätte kaum besser sein können. Doch eine im Vorfeld nicht geplante Überraschung sorgte nach dem Essen dann für ein besonderes Spektakel und begeisterte uns alle. Gerdi und Frank hatten ein befreundetes Ehepaar mitgebracht. Norbert entpuppte sich dann als der bekannte Zauberer ELLO, der uns als kleines Dankeschön einige seiner verblüffenden Zauberkunststücke präsentierte. Und das gänzlich ohne Frack, Zylinder und doppelten Boden - einfach so im T-Shirt. Sensationell und trotz genauestem Hinsehen auch aus unmittelbarer Nähe nicht zu durchschauen. Mancher staunt bestimmt noch jetzt über die wundersame Geldschein-Vermehrung… Es gab großen Applaus und damit hatten wir einen sehr schönen Höhepunkt unseres ersten RT Grillfestes geschenkt bekommen. Danke ELLO!

Gut gelaunt wurde noch über dies und das geplaudert, das eine oder andere Gläschen geleert und als es langsam dunkel wurde und die „Grillhütte“ bunt und festlich leuchtete, trat einer nach dem anderen den Heimweg an. Da fleißige Hände bereits zum Ausklang und dank Spülmaschine auch ratzfatz alles wieder aufgeräumt hatten, konnte der schöne Grillplatz nach einer kurzen abschliessenden Reinigung des Grills am Folgetag wieder an die Kleingärtner übergeben werden. Die fanden uns als Gäste sehr angenehm und auch die Teilnehmer äußerten sich entsprechend: „Das war toll, den Ort muss man sich gut vormerken und wieder einmal in Anspruch nehmen!“

„Immer wieder gern“ sagen die Kleingärtner. KFa

© RT Frankfurt 2017



Große RT Jubiläumstour 2017:

15 Jahre RT Frankfurt — Der Berg ruft!

Koordination/Organisation: RT-Leitung/Clubhotel Victoria • Datum: 2. - 9. Juli 2017

Hmm… Ein treffender und angemessener Bericht über die größte und längste Ausfahrt, die der RT in der derzeitigen Konstellation bislang durchgeführt hat… Die Teilnehmer sollen in schönster Erinnerung schwelgen können und die, die nicht dabei waren, sollen das Erlebnis möglichst freudig oder gar sehnsuchtsvoll nachvollziehen können… So wünscht man sich das. Kommt aber nicht. Dem Autor fehlt’s schlicht an der hierfür nötigen Objektivität und an der gebotenen emotionalen Distanz. Punkt.

Gänzlich ohne Einblick soll’s aber deshalb nicht sein. Es gibt das Programmheft zur Ausfahrt und jede Menge schöne Fotos. Das Programmheft mit allen Tour-Beschreibungen und vielen ergänzenden Informationen gibt es auf unserem Clubserver. Das Heft beschreibt alle Touren, die zwar einzeln, jedoch nicht in der Summe möglich gewesen wären aber so auch nicht vorgesehen waren. Je nach aktueller (Wetter-) Lage wurde am Vorabend eine Auswahl für die konkrete Tour am Folgetag getroffen:

  • Sonntag: Individuelle Anreise

  • Montag: Kaiserbachtal am Wilden Kaiser in Kirchdorf in Tirol und Griessner Alm

  • Dienstag: Großglockner Hochalpenstraße • Heiligenblut • Der Mankeiwirt

  • Mittwoch: Kitzbüheler Horn

  • Donnerstag: Zur freien Verfügung

  • Freitag: Hochkönig Bergstraße und Arthurhaus

  • Samstag: Stauseen Kaprun

  • Sonntag: Individuelle Abreise

Von den vielen, vielen Fotos, die rund um die Jubiläumsausfahrt und während der Tagestouren von mehreren Teilnehmern aufgenommen wurden, gibt’s hier eine große Auswahl der schönsten Bilder (Tipp: Slideshow starten). KFa

© RT Frankfurt 2017



3. RT-Tagestour 2017:

Durch den Odenwald — Eberhards Kochkäs-Tour

Organisation: Eberhard Hohmann • Datum: 17. Juni 2017

Es ist ja leider üblich in unserer hektischen Zeit, dass wir keine Zeit mehr für nix haben. Kaum geschieht mal ein paar Minuten nichts, werden wir schon nervös. Dabei geht es auch anders. Ich möchte dazu den schönen, heute meist mit Faulheit gleichgesetzten Begriff Müßiggang ins Spiel bringen. Dazu muss ich kurz Wikipedia bemühen, um die eigentliche Bedeutung in Erinnerung zu bringen: "Müßiggang ist das Aufsuchen der Muße, das entspannte und von Pflichten freie Ausleben, nicht die Erholung von besonderen Stresssituationen oder körperlichen Belastungen. Er geht z. B. mit geistigen Genüssen oder leichten vergnüglichen Tätigkeiten einher, kann jedoch auch das reine Nichtstun bedeuten." So, jetzt sind wir richtig eingestimmt und nun kommt unsere Tour.

Bereits nach etwa 15 Minuten bei lecker Frühstück gab es zwar erste beunruhigte Blicke in Eberhards Richtung ("Wann müssen wir los?"), doch der blieb ganz gelassen: "Wann wir möchten...".

Schon bei der Anfahrt des Parkplatzes ging es eine schöne lange Strecke auf sehr kurviger und schmaler Straße durch den Wald, so dass manche dachten "Bin ich hier auf dem richtigen Weg?". Dann kam plötzlich aber doch noch der einsame Parkplatz. Einsam... - dachten wir. Unerwartet tauchte von rechts ein schöner alter Mercedes auf, der Fahrer nahm das Gas zurück, guckte kurz irritiert in unsere Richtung und fuhr dann weiter. Beim zweiten Oldie vermuteten wir: Da findet auch eine andere Ausfahrt statt und deren Route führt an unserem Parkplatz vorbei. Wie sich später herausstellte, hatte die Merceds-Benz Interessengemeinschaft e.V. ihr Jahrestreffen mit 250 Fahrzeugen in Darmstadt. Und eine ganze Reihe der schönen Klassiker fuhr bei uns vorbei. Ein schönes und unerwartetes Zusatzschmankerl.

Als dann genung gegessen und getrunken war und man auch ausführlich geplauscht hatte, hieß es "Aufsitzen" und die Ausfahrt startete. Acht Roadster machten sich mit 14 Teilnehmern gemütlich auf den Weg. Und so verlief dann die ganze tolle Tour durch den Odenwald. Es gab jede Menge wunderschöne kleine Straßen, idyllische Dörfchen und genüßliches Cruisen. Die Fahrtzeiten waren reichlich bemessen und auch die angefahrenen Ziele waren frei jeglicher Hektik. Es gab nichtmal die übliche Wissensanreicherung in Form einer eng getakteten Stadtführung. Nee - alles ganz entspannt. Und das geht auch.

Mittagessen war in der Odenwälder Kochkäserei bestellt. Wir parkten vor dem Lokal und fanden alle an einem großen Tisch Platz. Die Kochkäserei bot ein breites Spektrum ihrer Produkte an. Jeder fand etwas nach seinem Geschmack, was bei Käse meist ja nicht so einfach ist. Und es gab frische Buttermilch... hmm, lecker.

Wie zuvor gings gemütlich weiter durch den Odenwald ins NibelungenCafé nach Grasellenbach. In dem mehrfach mit dem Titel "Bestes Café Hessens" augezeichneten Haus gab es u.a. prämierte Tortenkreationen aus Meisterhand. So war nicht nur die Qualität bemerkenswert, auch die Portionsgröße war außergewöhnlich. Aber es mußte nichts geschlungen werden. Da kein Programmpunkt mehr kam, entschieden wir selbst, wann es weiter ging. So kam es auch zu der spontanen Idee, zu Fuß ein kleines Stück des Nibelungensteigs zu erkunden. Vielleicht erreichte man ja den hier liegenden Spessartkopf, der Ort, an dem Siegfried laut Nibelungensage von Hagen niedergestreckt wurde. Aber irgendwie waren unsere Ortskenntnisse dann offenbar nicht ausreichend genug, so dass es bei einer kleinen Runde mit kurzer Rast an einer Quelle blieb. Dann gings zu den Autos und auf den individuellen Heimweg, der jedoch noch ein ganzes Stück über Land gemeinsam zurückgelegt wurde. Spätestens auf der A5 hatte uns dann die Hektik wieder... Aber in Erinnerung bleibt ein genüßlicher Tag gefüllt mit schönstem Müßiggang :-).

Danke Eberhard! KFa

© RT Frankfurt 2017



2. RT Tagestour 2017:

Spargelschmaus — Zum Wetterauer Früchtchen

Organisatoren: Walter Grimmel & Volker Mörler • Datum: 14. Mai 2017

Man sieht es schon an der luftigeren Bekleidung der Teilnehmer und am schönen frischen Grün der Landschaft. Das Wetter war schön und warm und die Dachhydraulik unserer Roadster kam endlich zweckbestimmt zum Einsatz. Was auch sichtbar wird: Der kulinarischen Ausrichtung dieser Tagestour wurde ausführlichst gehuldigt. Doch der Reihe nach.

Für die Statistik: 11 Fahrzeuge und 20 Teilnehmer; wieder ein schöner Erfolg und eine Bestätigung für die ansprechende Organisation von Volker und Walter. Die Tour war aber in diesem Fall in der Tat eine konzertierte Aktion. Pia griff in ihre sprichwörtliche Westentasche und führte uns mit Klaus im Führungsfahrzeug durch die schönsten Strecken ihrer Heimat. Und statt dem kleinen Pausenevent „RT-Vesperbrett“ wurden die Teilnehmer diesmal von Guni und Frank zu Hause erwartet und mit einem fulminanten Frühstück verwöhnt. Eigentlich war damit der kulinarische Höhepunkt der Tour schon erreicht und auch nett geplaudert wurde schon ausführlich.

Aber es war ja erst später Vormittag...

Es half nichts, wohlgelaunt wurden die Dächer geöffnet und auf ging's auf die Piste. Am Ziel bei den Wetterauer Früchtchen zeigten sich am Himmel erste graue Erscheinungen, doch das ist ja für Mai nichts Besonderes. Sie sorgten nur dafür, dass die Dachhydraulik auf dem Parkplatz wieder pumpen durfte: Dächer zu. Und das war auch gut so...

Die Straußwirtschaft der Wetterauer Früchtchen erwartete uns mit rustikalem Ambiente und einem leckeren Erdbeer-Apéritif. Dann kam all das, was eine typische Spargelschlemmerei ausmacht. Und das in bester erntefrischer Qualität und beängstigender Portionsgröße. Dabei hatten wir doch erst kürzlich ausgiebigst gefrühstückt.

Und während jeder so seine eigene Taktik entwickelte, wie er das leckere Spargelmenü bewältigt bekam, wurde es im Außenbereich der Straußwirtschaft plötzlich hektisch. Es begann mit ein paar dicken Tropfen, ein paar Windböen und von eben auf jetzt öffnete der Himmel seine Pforten. Aber wie! Es platschte nur so herab und das Personal schaffte es kaum, die Sonnenschirme zu schliessen. Jedenfalls waren die in Minutenschnelle vollkommen durchnässt während wir das Naturschauspiel gut überdacht bestaunen konnten. Nicht alle. Der Regenguss war so extrem, dass er an einigen Stellen rinnend und tröpfelnd seinen Weg unter das Dach fand und so musste der Regenschirm zusätzlich herhalten.

Aber das alles hat unsere gute Stimmung nicht getrübt und so wurde gemütlich und genüsslich Gang für Gang des Menüs verputzt. Der Dank aller Teilnehmer für die tolle Tour nebst Urkundenübergabe an die Organisatoren Walter und Volker wurde zelebriert und einige Einkäufe direkt beim Erzeuger erledigt. Es sollen sogar Teilnehmer beobachtet worden sein, die nach dem 4-Gänge Menü noch ein großes Stück Erdbeerkuchen mit dick Sahne verdrückt haben... Es war aber auch zu lecker.

Und als nach über zwei Stunden der Regenguss langsam endete, konnten die Dächer für den Rückweg wieder geöffnet werden. Jeder machte sich auf seinen Heimweg und damit war erneut eine wundervolle Ausfahrt Geschichte. KFa

© RT Frankfurt 2017



1. RT Tagestour 2017 (Roadsterlüften):

Dillenburg — Stadt der Oranier

Organisatoren: Pia Schlede & Klaus Wienhold • Datum: 23. April 2017

Die erste Ausfahrt der Saison soll mit frischem Wind den Winterschlaf aus unseren Roadstern vertreiben. Dazu hatten sich 22 Teilnehmer mit 13 Fahrzeugen an diesem sehr schönen Sonntag zur Teilnahme gemeldet und so starteten wir sehr früh am Morgen am Römerkastell Saalburg. Die Dächer blieben geschlossen. Es war doch noch e bissi frisch. Nur Frank nahm darauf keine Rücksicht...

Als erstes Etappenziel nahmen wir uns gleich Dillenburg vor. Hier waren eine Altstadtführung und das Mittagessen geplant. Doch nach kurzer Strecke tönte aus dem Funkgerät die Order zum „kurzen Zwischenstopp“ und schon bog das Führungsfahrzeug in den Wald ab. Mit breitem Grinsen im Gesicht warteten auf einem kleinen Platz Volker, Walter und Inge auf uns. Sie hatten ihre Roadster Ar... an Ar… geparkt und zwischen beider Kofferräume war die die jüngste Errungenschaft des RT aufgebaut: Das RT-Vesperbrett. Kurt hatte im Winter die Idee dazu beigesteuert und Walter diese nach dem bekannten Motto „Dem Inschenör ist nix zu schwör“ ratzfaz perfekt umgesetzt. In Windeseile gingen die Heckklappen einiger Teilnehmerfahrzeuge auf und schwups war das Vesperbrett angerichtet. Ein leckerer Imbiss und ein Gläschen Sekt oder Saft erfreute die erstaunten und begeisterten Teilnehmer.

Nach diesem überraschenden Highlight war die Laune lebhaft und die Gesichter schauten freundlich. Zu unserem Highlight steuerte auch das Wetter seines bei: Ein paar dunkle Wolken zogen vorüber und liessen etwas Graupel auf uns rieseln. Dann ging's weiter Richtung Dillenburg. Die Dächer blieben weiter geschlossen. Es war doch noch immer e bissi frisch. Unsere Beifahrerinnen wiesen zwar unaufgefordert aber deutlich darauf hin. Nur Frank musste darauf keine Rücksicht nehmen...

In Dillenburg mussten ein paar Runden in der Altstadt gedreht werden. Aber dann hatten alle auch einen Parkplatz gefunden. Auf ging's zur Führung durch die Gassen der Altstadt. Launisch und immer mit einer kleinen Anekdote in petto leitete uns der kundige Führer durch seine Stadt. Wir erfuhren u.a., dass es ohne Dillenburg und seine wechselhafte adlige Vergangenheit das heutige niederländische Königshaus Oranien-Nassau so nicht geben würde. Details könnter googeln. Bei Lichte betrachtet ist die Altstadt zwar recht schön anzuschauen, aber abseits der Straßenfronten sieht es teilweise doch recht runtergekommen aus. Hier teilt die Stadt wohl auch das Schicksal vieler Städte dieser Konstellation: Immer mehr der historischen Bauten stehen leer, die Geschäftswelt zieht sich zusammen mit den Kunden zurück und übrig bleiben verödete Innenstädte. Leider. So ist es nicht verwunderlich, dass die Geschichte der Oranier einen breiten Raum bei den Erzählungen des Stadtführers einnahm. Aber es hat uns rundum gefallen und wir haben wieder etwas dazugelernt und unsere Heimat ein Stückchen mehr kennengelernt.

Nach gut 90 Minuten Rundgang konnten wir dann die reservierten Plätze im historischen Gasthaus „Zum Schwan“ einnehmen und gut und rustikal-lecker bei „Gude Hessische Kisch“ schmausen. Aufgewärmt und mit vollem Wanst ging’s dann zurück zu den Autos.

Zum obligatorischen Kaffee-un-Kuche-Stopp wurde als nächstes Etappenziel die Fuchskaute angesteuert. Die Fuchskaute ist ein erloschener Vulkan und mit 657,3 m die höchste Erhebung des Westerwalds. Jetzt aber: Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen so um die 8 Grad plus wagten doch einige mutige Fahrer die Dachöffnung. Na ja, so gut war die Idee dann doch nicht. Unterwegs (... im Westerwald, da pfeift der Wind so kalt...) wurde es schnell trüb und oben angekommen pfiff der eiskalte Wind bei Temperaturen etwas über dem Gefrierpunkt. Die offenbar etwas unterkühlten Beifahrerinnen echauffierten sich mächtig... aber das kann hier nicht wiedergegeben werden!

In der „Fuchskaute Lodge“ war deren größter Tisch mitten im Restaurant für uns reserviert. Das war die Längsscheibe eines ganzen Baums, an dem immerhin 18 Teilnehmer Platz fanden. Mit einem 4-er Tisch wurde die Tafel noch verlängert. Aufwärmen, Kaffee und Kuchen und eine Aussicht bis ins Rheintal wurden uns geboten. Für nette Unterhaltung haben wir selbst gesorgt. Das hat uns allen dann auch gut gefallen. Gut gelaunt machten wir uns auf den Heimweg. Auf der Treppe zum Parkplatz noch das obligatorische RT-Banner-Foto und — das machen wir neu ab dieser Saison — eine schöne persönliche Dankurkunde wurde unter Beifall aller Teilnehmer den Organisatoren Pia und Klaus überreicht. Die Dächer blieben geschlossen. Es war doch weiter e bissi frisch. Unsere Beifahrerinnen wiesen zwar noch immer unaufgefordert aber dafür sehr ultimativ und unmissverständlich darauf hin. Nur Frank musste darauf keine Rücksicht nehmen...

Die Rückfahrt ging über Rennerod und Mengerskirchen. Je näher wir nach Rhein-Main kamen, umso mehr Teilnehmer bogen zum Tourende in Richtung ihrer Wohnorte ab. Persönlich verabschiedet hatten wir uns schon und so gab’s noch ein grüßendes Lichtzeichen beim Abbiegen. Ein kleiner „harter Kern“ kehrte noch zum Abendessen in Bad Nauheim ein und liess diese gelungene Tagestour mit sehr schöner und artgerechter Streckenführung lecker und gemütlich ausklingen.

Frank hat dann daheim angekommen sein Cabriodach zufrieden wieder geschlossen. Weil — erst da war es wieder über 5 Grad plus... ;-) KFa

© RT Frankfurt 2017



Letzte Änderung an dieser Seite: 13. Sep 2017 14:03:26 Uhr (Kurt Faur)