Regionaltreffen Frankfurt

Gründung: 2002

RT-Leiter: Kurt H. Faur

  069/505702
Regelmäßiges Treffen:  
Jeden ersten Freitag im Monat ab 19 Uhr
Lokalität:  
Restaurant Sandelmühle
An der Sandelmühle 35
60439 Frankfurt am Main
Tel.: 069/575742
http://www.sandelmuehle.eu


15 Jahre Fahren • Feiern • Pflegen

Liebe Freundinnen und Freunde des gepflegten Genusses,

der RT Frankfurt besteht seit dem 20.2.02 und ist somit kaum jünger als unser Club, der ja bekanntlich Ende 2001 das Licht der Welt erblickte.

Er ist Zentrum und Heimat aller R129 Liebhaberinnen und Liebhaber der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main. Gemeinsam mit den Nachbar-RTs Darmstadt, Marburg und Aschaffenburg bieten wir allen Clubmitgliedern und Interessierten dieser großen Region kurze Wege zum Club vor Ort und eine herzliche, freundschaftliche Aufnahme. Und das alles nach dem Grundsatz:

Der RT ist das Beste vom Club!

Die Leitung des RT Frankfurt steht euch gern als Ansprechpartner zur Verfügung:

Kurt H. Faur (Ltr.)
Festnetz: 069-505702
E-Mail: kurt.faur@r129-club.de

Pia Schlede (Stv.)
Festnetz: 06172-34966
E-Mail: pia.schlede@t-online.de

Gerhard Daum (Techn.)
Festnetz: 06142-82870
E-Mail: gerhard.daum@t-online.de





Im Sommer wie im Winter:

Zur Sommer-Sonnenwende ins Lamm

Organisatoren: RT Leitungsteam • Datum: 30. Juni bis 1. Juli 2018

Bekanntlich liegt Weihnachten in der dunklen und eher ungemütlichen Jahreszeit. Ausserdem halten unsere Roadster ihren verdienten Winterschlaf. Vielleicht gerade deshalb sucht man sich für eine schöne Weihnachtsfeier einen Ort aus, an dem es sich zumindest lecker schmausen und bequem nächtigen lässt (An- und Abreise sind da eher nebensächlich). Und weil im Lamm beides sehr wohl geboten wird, kam bei der letzten Weihnachtsfeier die Idee auf, die genannten Mängel abzustellen und einfach einmal im Sommer ins Lamm zu fahren. Also die ganze Chose um 6 Monate verschieben und statt Advent die Sommer-Sonnenwende feiern.

Das ist die ganze, aber doch eher banale Vorgeschichte für diese Ausfahrt. Ja, eine Ausfahrt konnte es durchaus werden, denn unsere Roadster waren ja wieder hellwach und gierten nach schönen Strecken bei artgerechtem Wetter. Eigentlich… Der Rest ist schnell erzählt: Zimmer im Hotel reserviert - Ausschreibung raus - abwarten…

Na ja - nach anfänglich großem Interesse bei den RTlern dann eher sehr verhaltene Reservierungen im Hotel. Also hat Pia noch einmal die Werbetrommel gerührt — nix. „Wie, keine geplante Tour und nur zum Essen hinfahren und wieder zurück… — och nö...“ so hörte man es im Blätterwald rauschen. Dabei hatten Pia und ich bereits im Vorfeld mehrfach darauf hingewiesen und dazu aufgefordert, genau diese kleine An- und Abfahrt zu gestalten. Das Sommerloch war dann doch wohl so groß, dass sich nichts weiter regte :(

Aber das war den dann doch elf Teilnehmern auch egal. Wir hatten Spass, liessen es uns richtig gut gehen, genossen ein sehr leckeres Abendessen auf der Terrasse, nächtigten bestens und haben auch beim bekannt opulenten Frühstück genüsslich und ohne Zeitdruck zugeschlagen.

Am Rande: Ich wollte zwar bewusst nicht, habe mich aber am Vortag dann doch überreden lassen, am PC mit Kurviger.de fix eine Anreise durch den Spessart mit Kaffeepause in der idyllisch gelegenen Buchenmühle bei Lohr am Main zusammenzustellen. Nicht alle, aber der größte Teil schloss sich meinem Tourvorschlag an und so fuhren wir mit 4 Roadstern bei bestem Cabriowetter genüsslich durch den Spessart. Tja - so einfach geht das…

Für die Rückfahrt haben wir, die nicht direkt nach Hause fahren wollten, dann nach dem Frühstück mit kurzem Blick in die Karte entschieden, gemeinsam durch den Odenwald zurück zu fahren. Und die Streckenführung haben wir einfach mit der Eingabe einiger Zwischenziele gänzlich dem Navi überlassen. Auch das ging gut. In Lindenfels gab es noch einen gemütlichen Erfrischungsstopp im Eissalon und die Verabschiedung.

So ist aus dieser anfänglich etwas vermaledeiten „Ausfahrt“ dann doch noch eine richtig gelungene Tour geworden — Ätsch ;-) KFa

© RT Frankfurt 2018



Wir erkunden ein weiteres Stück verborgenes Deutschland:

Zu Himmelfahrt im Thüringer Wald

Organisation: Gerhard Daum • Datum: 10. bis 13. Mai 2018

„Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt“ - so formulierte es einst Wilhelm Busch. Wie ich darauf komme? Nun, bei Gerhards Ankündigung einer Ausfahrt nach Oberhof fiel mir spontan rein gar nichts dazu ein. O-ber-hof…? Ein kurzer Besuch bei Google brachte erste Erkenntnisse: Deutsches Wintersportzentrum (besonders zu DDR-Zeiten staatlich gesteuerte Kaderschmiede mit Zwangsdooping — da dämmerte es mir) in der Nähe des Rennsteiges… Okay, damit war die Bedeutung des Ortes einigermaßen zentriert und irgendwie hatte ich davon in der Tat schon gehört. Und der Thüringer Wald? Na ja - bekannt, zumindest dem Namen nach. Ein Blick in die Karte zeigte dann noch, dass bekanntere Orte wie Suhl, Eisenach, Erfurt und Weimar in der Nähe liegen. Somit war klar, dass Gerhards Angebot zumindest sehr interessant aussah, zumal wir nach Eberhards Harz-Tour im Vorjahr auch wieder eine Gegend Deutschlands erkunden würden, die für uns lange Zeit im Verborgenen lag. Also: Interesse geweckt, Zimmer gebucht und angemeldet.

So oder ähnlich dachten wohl auch 17 weitere RTler, so dass wir mit insgesamt 10 Roadstern unterwegs waren. Das Wetter war rundum gut und wir konnten fast nur oben ohne cruisen.

Bis zum Tourstart hatte Gerhard in bewährter Manier dann auch ein interessantes und vielfältiges Programm zusammengestellt, welches uns erwartungsvoll starten ließ (Plan von mir aufs Wesentliche gekürzt):

Donnerstag:

  • Treffpunkt an der Raststätte Weiskirchen Süd auf der A3 Richtung Würzburg
  • Erste Pause ist in Lohr am Main / Besuch des Spessart-Museums / Altstadtbummel zur Kleinen Konditorei Geis für einen Imbiss mit Ruhepause
  • Danach geht es weiter nach Oberhof ins Hotel. Ankunft geplant gegen 17 Uhr

Freitag:

  • Wir fahren um 9.30 Uhr nach Weimar zum geführten Stadtrundgang (ca. 2 Stunden)
  • Nachmittag zur freien Gestaltung

Samstag:

  • Wir starten um 9.30 Uhr zur Fahrt über Land nach Suhl. Dort parken wir mit Sondergenehmigung auf dem „Platz der deutschen Einheit“. Besichtigung und Führung durch das Waffenmuseum Suhl inkl. der Sonderausstellung „Die Waffen der Frau“.
  • Weiter geht es nach Schmalkalden zur ViBa-Nougatwelt inkl. Führung und Kaffee
  • Danach Fahrt über Land zurück ins Hotel

Sonntag:

  • Heimfahrt etwas nördlich Richtung Rhön mit Rast in Bad Salzungen und Führung durch das Gradierwerk / ggf. kleine Kaffeepause / Ausfahrtende

Soweit der Plan, der - ich wiederhole mich - dann auch brav abgearbeitet wurde.

Zunächst also Lohr am Main. Randbemerkung: Die dortigen Kreisverkehre und Brücken über den Main sind trefflich geeignet, eine Fahrzeugkolonne nachhaltig auseinanderzureißen ;-). Die geplante exklusive Parkmöglichkeit auf dem Schlossplatz musste leider entfallen. Baustellen versperrten jegliche Zufahrt dorthin. Also wurde profan im Parkhaus geparkt und kurz zum Spessartmuseum im Schloß zu Fuß gegangen.

„Hohe Herren und Habenichtse – Kurfürsten, Förster, Fabrikanten, Handwerker, Waldarbeiter und Räuber – sie alle lebten im und vom Spessart, viele mehr schlecht als recht. Und wo es ums Überleben ging, waren Einfallsreichtum und besonderes Geschick gefordert.“ So beschreibt das Museum die Menschen im Spessart und deren Lebensumstände, die man dort gut nachvollziehen kann. Ja, der Spessart war schon keine Gegend, die Wohlstand und Reichtum ausstrahlte. Man musste sehen, wie man über die Runden kam und so ist auch die Legende der Spessarträuber zu deuten. Obwohl diese aus dem 18. Jahrhundert stammt, so datieren frühere Nachrichten über sie schon aus den Jahren 1395/96, als Frankfurter Kaufleuten im Spessart eine Ladung Wein „abhanden kam“. Sehr eindrucksvoll sind auch Original-Exponate einer Ladeneinrichtung und einer Küche der Lohrer Kaufleute Göpfert, die bis etwa 1950 noch benutzt wurden. Und was man noch wissen sollte: Die bekannte und markante Maggi-Flasche wird von Anfang an, d.h. seit 1887 und bis heute in Lohr hergestellt. Jährlich sind das ca. 30 Millionen Flaschen. Entworfen hat sie der Erfinder der Maggi-Würze, der Schweizer Julius Maggi, höchstpersönlich. Er erkannte schon im Jahre 1886, dass das Erscheinungsbild eine Produktes von großer Bedeutung ist. Schlau, der Herr Maggi und: wieder was gelernt…

Nach so viel interessanter Heimatkunde und dem anschließenden Spaziergang durch die Lohrer Altstadt waren dann die reservierten Tische vor der Kleinen Konditorei Geiss mehr als willkommen, zumal sich auch bei dem einen oder anderen ein gewisses Hungergefühl bemerkbar machte. Pause - Kaffee - Kuchen - Blechpizza ;-)

Nachdem wieder alle im grünen Bereich waren, durften unsere Roadster ihr Kellerverlies verlassen und wir machten uns auf den Weg Richtung Hotel. Das Abendessen und ein kühles Bierchen lockten.

Zweiter Tag, zweites Ziel: Weimar. Früh ging’s los… sollte es jedenfalls. Na ja - aber Schwamm drüber, das kann ja mal passieren ;-)) Ja Weimar — nennt sich Kulturstadt und ist das auch im wahrsten Sinn des Wortes. Da ging seinerzeit ordentlich die Post ab. Goethe, Schiller, das Bauhaus und sogar Shakespeare seien genannt und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Alles hinreichend bekannt und berühmt, daher spare ich mir hier schlaue Worte, mit denen uns ausserdem die fleissige Stadtführerin ausführlichst beglückt hat. Nur soviel sei beklagt: Unsern(!) Geedeeh hat sisch viel länger in Weimar rumgetriwwe als in seiner Heimatstadt Frankford — schääme soller sisch dadefer!

Das RT-Bannerfoto vor dem Goethe-/Schillerdenkmal musste natürlich auch sein.

Wer Thüringen sagt, meint auch die berühmte Bratwurst vom Holzkohlengrill. Auf dem Platz vor dem historischen Rathaus in Weimar wurde selbstredend ein Stand mit genau jener Köstlichkeit ausgewählt und angesteuert. Wir wollten doch alle mal das „Original“ kosten. Schnell war man in der Warteschlange vorn angekommen und konnte das Objekt der Begierde frisch vom Grill in Empfang nehmen. Einer musste sogar zweimal zugreifen, weil ihm das erste Exemplar vor lauter Vorfreude vom Brötchen gehopst war ;-) So, aber wie war der Geschmack nun? Nicht so berühmt wie der Name erwarten lässt, aber durchaus eine von den besseren Rostbratwürsten. Kann man gut essen. Inklusive Senfklecks auf’m Hemd.

Am Nachmittag hatten wir dann frei. Gerhard bot eine ausgedehnte Rückfahrt über Land zum Hotel an — Frank & Gerdi einen spontanen Besuch von Erfurt. Frank hatte hier eine Zeitlang gelebt und kannte sich aus. Je nach Interessenlage schloss man sich dem einen oder anderen Angebot an. Christine und ich wählten Erfurt.

Auch in Erfurt mächtige Tradition und berühmte Namen. Ausser, dass es Thüringens Landeshauptstadt ist, ist der Name Luther fest mit Erfurt verbunden. Luther lebte zehn Jahre in Erfurt, studierte dort und wurde im auf das 8. Jahrhundert zurückgehenden Dom zum Priester geweiht; im Augustinerkloster lebte er als Mönch. Franks Spaziergang durch die schöne Altstadt mit ihren romantischen Plätzen und vielen Restaurants, Bistros und Kneipen (alle hatten außen Tische und Stühle großzügig aufgestellt — bei uns undenkbar, da wohl zur Atemnot bei den zuständigen Ordnungsamtsbeamten führend) war zwar leider durch eine Monster-Straßenbaustelle eingeschränkt, hat aber trotzdem sehr gefallen. Besonders der Weg über die Krämerbrücke mit ihren mittelalterlichen Häusern und Läden beeindruckte. Dass es sich um eine Brücke über die Gera handelt, konnte man erst erkennen, als man sich ihr sozusagen von hinten oder von der Seite näherte. Und dass wir uns dann erschöpft ausgerechnet im Biergarten des Münchner Augustinerbräu erfrischten, mag gestattet sein. Immerhin war der Blick auf das Geraufer und die Krämerbrücke soo idyllisch und ausserdem gibt es ja auch einen zumindest namentlichen Bezug zum örtlichen Augustinerkloster…

Nächster Tag, nächste Ziele. Am Vormittag ging’s bei super Wetter nach Suhl ins Waffenmuseum. Gerhard hatte im Vorfeld vorsorglich angemerkt: „Bevor einer auf doofe Gedanken kommt: Es geht hier nicht um Gewaltverherrlichung sondern um das Handwerk. In Suhl ist Deutschlands einzige Schule für Büchsenmacher.“ Dem kann auch der pazifistisch geprägte Besucher nach dem Besuch des Museums weitgehend zustimmen, so er denn auch differenzierte Sichten zulässt. Zugegeben, der Vollständigkeit halber und/oder weil einige Suhler Büchsenmacher ihre privaten Sammelstücke dem Museum überliessen: Es werden dort auch wenige Kriegswaffen ausgestellt. Das ist aber dann auch schon alles zu diesem Thema. Sonst ist das ganze Museum der Geschichte der Jagdwaffen und der seit dem späten Mittelalter in Suhl ansässigen Waffenproduktion gewidmet. Und da genau spielt Suhl eine geradezu weltberühmte Rolle. Beginnend mit den ersten Feuerwaffen über Armbrüste, Sportwaffen (Biathlon) bis hin zu heutigen wertvollen und massgefertigten Gewehren und Flinten für Waidmann und -frau ist dort alles Rund ums Thema und die Kunst der diesbezüglichen Metallbearbeitung ausgestellt und beschrieben. Sehr interessant und imposant, mehr bzw. weniger kann man nicht sagen. Ach ja — dann noch die begleitende Ausstellung „Waffen der Frau“. Puristen sagen: „Stört nur“, andere finden es ganz amüsant. Ich schließe mich letzter Meinung an, auch wenn einige - ästhetisch durchaus sehr ansprechende und gelungene - Exponate das Thema unnötig in die sexistische Ecke drängen. Weil der Kurator ein Mann ist…?

Nach dem Besuch des Museums haben wir dann noch einen Cappuccino oder ein Eis mit Blick auf einige sehr dekorativ hergerichtete Plattenbauten genossen und sehr schöne Fotos unserer Klassiker geschossen (ups…), die wir exklusiv auf dem Platz der Deutschen Einheit parken durften. Und auch noch schöne Fotos der Teilnehmer mit unserem RT-Banner vor dem maroden DDR-Kulturhaus „7. Oktober“.

Wieso fallen mir jetzt Parallelen zwischen dem DDR-Kulturhaus in Suhl und der Viba-Nougatwelt in Schmalkalden - unserem Ziel für den Nachmittag - ein? Vielleicht die teilweise gemeinsame Vergangenheit? Das alte und traditionsreiche Unternehmen (1935: 350 Mitarbeiter und 500 Produkte) wurde ab 1958 verstaatlicht und zum VEB Nougat- und Marzipanfabrik. Und man staune: An diesem VEB, der auch Fruchtschnitten herstellte, waren „neben dem hauseigenen Fachpersonal auch Sportmediziner und Nationaltrainer der DDR beteiligt.“ Na ja - jedenfalls hat die Firma - sichtbar anders als das Kulturhaus - nach der Wende eine rasante Entwicklung genommen, hat im Jahr 2000 die größte Nougatstange der Welt hergestellt (750 kg, 3 m lang, 50 cm Durchmesser) und 2008 mit ihrem Nougat in Deutschland einen Marktanteil von 70% erreicht. Ausserdem setzt man voll auf Lifestyle, hat sich in Viba sweets umbenannt, sich ein neues Outfit verpasst und bietet Besuchern in der Viba Nougat-Welt einen Einblick in die Produktion. Bemerkenswert ist der riesige Parkplatz mit separaten Busplätzen vor der Nougat-Welt. Gerhard hatte vorsorglich für uns Parkplätze beim benachbarten Mercedes-Autohaus reserviert, da er den Viba-Parkplatz beim Planungsbesuch vollständig belegt vorfand… Offenbar also ein Mega-Renner bei interessierten Kreisen, vorwiegend wohl Ostalgikern.

Ich muss gestehen - und da war ich nicht allein - mir waren die Firma und deren Nougatstangen bisher vollkommen unbekannt. Das vermutlich auch, weil ich keinen Nougat mag. Ist mir viel zu süss. Daran konnten auch die Führung durch die Nougat-Welt incl. Kostproben und der Besuch der hauseigenen Cafeteria nichts ändern. Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie habe ich da noch leicht einen Hauch der alten sozialistischen Planwirtschaft gespürt… Aber wem’s gefallen und gemundet hat — die Viba-Nougatstangen gibt’s tatsächlich auch in unserer Gegend zu kaufen ;-)

Das Mercedes-Autohaus hatte Gerhard um ein Foto mit unseren aufgereihten SLs vor der Tür gebeten. Gesagt — getan und dann ging’s bei noch immer idealem Cabriowetter über Land - oder besser gesagt: durch den schönen Thüringer Wald - flott und kurvig zurück in’s Hotel zum leckeren Abendessen.

Am Sonntag waren dann leider schon wieder Kofferpacken und die Heimreise angesagt. Aber Gerhard hatte auch hierfür noch ein Schmankerl vorgesehen. Wir fuhren nach Bad Salzungen. Vom nahe gelegenen Parkplatz ging es zum, zur… ja was ist das eigentlich? Gradierwerk, Solewelt, Keltenbad, Saunaland, Sole-Heilbad, Sole-Aktivbad, Sole-Atem-Zentrum, Präventations- und Fitness-Zentrum, Wohlfühl-Zentrum, Gesundheits-Zentrum, Totes-Meer-Salzgrotte, Tourist-Information, oh stopp, die gehört nicht dazu ;-) Um’s kurz zu machen: Anders als viele vergleichbare und heute Not leidende Kurorte hat es Bad Salzungen offenbar verstanden, mit seinem historischen und sehr schönen Gradierwerk einen vor Selbstbewusstsein und Erfolg nur so strotzenden Erholungs- und Urlaubsort zu machen. Der Gästeführer verpasste keine Gelegenheit, uns darauf aufmerksam zu machen und auch darauf, dass man ständig dabei sei, überall in Neues zu investieren, da die Kasse der Solewelt prall gefüllt sei. Unterm Strich: Das Ding hat schon was. Man kann es sich da vermutlich ordentlich gut gehen lassen und was für die Gesundheit tun.

Nach dem obligatorischen Kaffee- Kuchen- …-Imbiss im Restaurant der Solewelt drängten uns plötzlich aufziehende schwarze Wolken am Himmel und ein paar Tropfen zum Aufbruch und zur allgemeinen Verabschiedung. Es hat dann aber doch nicht geregnet.

Was bleibt, ist eine - bei Gerhard aber eigentlich selbstverständlich - sehr schöne und überraschend interessante Ausfahrt. Danke dafür! Natürlich war auch für uns in unseren Roadster alles zum Besten geplant. Wir befuhren wunderschöne, idyllische und kurvenreiche Straßen und Sträßchen.

Und da schließt sich der Kreis: Ich hätte vorher nie vermutet, dass der Thüringer Wald und seine Sehenswürdigkeiten so schön sind. Da muss man einfach noch einmal hinfahren, um sich einzelne Ziele ausführlicher und in Ruhe anzusehen. Touristenführer haben nun mal den Drang, möglichst viel - meist auch noch nur Historisches - in kürzester Zeit abzuspulen. Da ist leider oft ein nur viel zu kurzer Blick auf die Attraktionen möglich… KFa

© RT Frankfurt 2018



Und auf, die Dächer...:

Roadsterlüften durch die Wetterau und den Vogelsberg

Organisation: Gerdi & Frank Hoffmann • Datum: 29. April 2018

Mehr Luft ging wirklich nicht. Nur wenn wir unsere Roadster allein lassen mussten, wurden die Verdecke geschlossen. Bestes Wetter also für ein Roadsterlüften wie im sprichwörtlichen Bilderbuch. Gerdi und Frank hatten geplant und wie immer bei den Beiden war es eine Tour mit allem Drum und Dran. Das war der Strecken- und Besuchsplan:

  • Treffpunkt: Glauburg (Frühschoppen Klassikergarten)
  • Altenstadt-Lindheim
  • Düdelsheim
  • Eckartshausen
  • Lorbach
  • Büdingen (Schlosshof Parken, Rundgang, 50er-Jahre-Museum mit Milchbar!)
  • Wenings
  • Gedern
  • Schotten
  • Einhartshausen (Picknick am Picknikboard)
  • Stornfels
  • Ulfa
  • Gonterskirchen
  • Laubach
  • Grünberg
  • Beltershain
  • Reinhardshain
  • Winnerod (Golfclub, Kaffee oder später Lunch)
  • Rabenau-Londorf (J. S. Automobile GmbH Jürgen Schäfer)

Und der wurde dann auch brav abgearbeitet. Zehn Roadsterbesatzungen hatten sich um 10 Uhr in Stockheim beim Klassikergarten eingefunden. Die dortigen Tage der offenen Tür schienen geeignet, zum Start einen kleinen Frühschoppen mitzunehmen. Aber wir waren für die örtliche Verpflegungsbrigade zu früh. So blieb es bei der Begrüßung, einem kleinen Rundgang über das Gelände und Benzingesprächen.

Also auf zum nächsten Ziel nach Büdingen. Das war dann schon wesentlich lohnenswerter, wenn auch hier eine kleine Planänderung hingenommen werden musste: Die Milchbar war nicht geöffnet. Das war aber leicht zu verschmerzen, denn ansonsten zeigte sich der Ort, der zugleich Höhepunkt der Haltepunkte war, von seiner besten Seite. Obwohl sich die Stadt uns als Besuchern gegenüber im Vorfeld sehr spröde und zugeknöpft gezeigt hatte, durften wir doch im Schlosshof des Büdinger Schlosses parken. Da konnten wir unsere blitzenden Karossen malerisch vor den historischen Gemäuern drapieren und schöne Fotos machen. Zu Fuß ging's weiter ins 50er-Jahre-Museum. „Inmitten der wunderschönen Büdinger Altstadt, lädt das 50er-Jahre-Museum in traditionsreichem Ambiente zu einem Bummel durch das Lebensgefühl und die Wohnkultur der 50er Jahre ein“, so der Begrüßungstext auf der Homepage des Museums. Das trifft es auf den Punkt und so war der Rundgang durch die wahrlich vollgestopften Ausstellungs- und Themenräume ein Erlebnis der besonderen Art. Waren doch die 50er Jahre für die meisten Teilnehmer Zeit der Kindheit oder frühen Jugend und jeder entdeckte einen oder meist mehrere Gegenstände, die man damals zu Hause auch hatte. Da konnte man wunderschön und hocherfreut in Erinnerungen schwelgen. Und Cornelia Froboess, von der ihr original Teenager-Wohnzimmer und das Kleid, welches sie 1962 beim Grand Prix Eurovision trug, ausgestellt sind, kennt natürlich auch jeder. „Zwei kleine Italiener“ sang sie damals und kam damit auf Platz 6. Ach ja, seufz…

Statt Milchbar haben wir uns dann spontan beim Italiener nebenan auf die Terrasse gesetzt und die erste Kaffeepause eingelegt. Ja, das Wetter war in der Tat so toll, dass man schon Plätze im Schatten suchte.

Beim Rückweg zu den Autos hat uns dann Frank durch die wirklich wunderschöne Altstadt geführt und auch seiner notgedrungenen Rolle als Stadtführer alle Ehre gemacht. Er und Gerdi hatten dabei auch die eine und andere Anekdote parat, die so vielleicht nicht im Programm einer offiziellen Stadtführung enthalten ist.

Im Schlosshof dann Dächer auf und wieder auf die Piste. Natürlich - und das gilt für alle Fahrstrecken - waren die mit Liebe für die Sache ausgewählt und sehr artgerecht für unsere Roadster und zur Freude für die Insassen zu fahren.

Der nächste Stopp war dann - gefühlt - irgendwo in der Pampa. Unser RT-Vesperbrett - pardon: sein Nachbau - wurde in Anschlag gebracht, die Zielflaggen-Decke aufgeworfen und von den Hoffmännern flugs mit einem ansehnlichen Imbiss bestückt. Süss und herzhaft, mit oder ohne Alkohol - nach dem Motto „Wetterauer Spezialitäten“ gab’s Leckereien für jeden Geschmack. Mit gutem Bauchgefühl ging's weiter zum nächsten Planziel, dem Golf-Club Winnerod bzw. auf deren Clubrestaurant-Terrasse. Hier konnte dann jeder nach Gusto seinen Hunger und Durst stillen. Und das vermutlich erstmals in dieser Saison im Freien und an langer Tafel. Es ging uns gut, wir hatten gute Laune und so haben wir uns ohne Zeitdruck angenehm und nett unterhalten und ebenfalls gut gespeist.

Als allen danach war, nahmen wir unser nächstes Tourziel ins Visier. Frank hatte von einem begnadeten Mercedes-Schrauber erfahren, den wir unbedingt kennenlernen sollten. So kam es dann auch, dass uns Jürgen Schäfer nebst Geschäftspartner und Tochter seinen wirklich beeindruckenden Betrieb in Rabenau präsentierten - und das sogar am Sonntag! In den großflächigen Hallen und einer naheliegenden Dependance konnten wir alles bestaunen, was zur Reparatur, Pflege und Restauration klassischer Mercedes Fahrzeuge nötig ist. Und mit alles ist in der Tat auch alles gemeint. Wir konnten komplett revidierte Motoren, Getriebe, Fahrzeugkomponenten und Fahrzeuge in jedem Erhaltungs- und Wiederherstellungszustand bewundern. Jede Menge Pagoden, Heckflossen, R107er, ein 190 SL und, und, und belagerten die Werkstatt und die Hebebühnen. Es gab einen R107 und eine Heckflosse zu sehen, die dort u.a. speziell für die Rallye Paris-Peking präpariert werden. Verstaubt und abgedeckt warten noch einige Schätzchen, darunter auch ein W186, der sogenannte Adenauer Mercedes, auf ihre Wiederbelebung. Und selbstverständlich ist Jürgen Schäfer auch für unsere 129er die richtige und kompetente Adresse, ist er doch mit diesem Modell - noch in Mercedes Diensten - groß geworden und kennt ihn in- und auswendig. Natürlich fährt er selbst auch einen…

Spät war’s inzwischen geworden und so wurde ein kleiner Rest vom Plan kurzerhand aufgegeben, zumal es Gerdi & Frank auch in persönlicher Angelegenheit nach Hause drängte. Gerade auch deswegen ein besonderer Dank an die Beiden. Es war wieder super, an einer Ausfahrt von euch teilgenommen zu haben! KFa

© RT Frankfurt 2018



Mal ein ganz anderes Thema:

Computerversteher-Seminar​

Referent: Kurt Faur • Datum: 10. März 2018

Zu einem Event der besonderen Art hatten sich ein gutes Dutzend RTler am frühen Samstagmorgen im wunderschönen Besprechungsraum von Walters Firma in Ober-Mörlen getroffen. Aber nicht nur die Räumlichkeit, auch die Präsentationstechnik und die Erfrischungen und die kleinen Naschereien — nur vom Feinsten!

Aber wie war es dazu gekommen, zumal das Thema ja eigentlich so gar nichts mit unseren Roadstern zu tun hatte? Kurz die Vorgeschichte:

„Sag’ mal, du kennst dich doch mit Computern aus…“ So oder ähnlich wird der Autor dieser Zeilen oft angesprochen. Meist steckt dahinter kein wirkliches Problem, sondern nur schlichte Unkenntnis, Berührungsangst oder die Befürchtung, etwas kaputt zu machen. Und dann gibt es ja auch noch die vielen Gefahren, die einem durch böse Buben drohen, wenn man nicht höllisch aufpasst beim Umgang mit seinem PC, Notebook Smartphone oder Tablet.

In der Summe führt diese Mischung aus Unkenntnis und Angst dazu, dass man sein tolles und teures Gerät nur zu geringen Bruchteilen nutzt und es so noch viel unrentabler macht. Hier einmal gründlich aufzuräumen und jedem Teilnehmer den Einstieg in die Beherrschung seiner „Höllenmaschine“ zu ermöglichen, war die Idee dieses Seminars. Der Autor hat mehr als 35 Jahre private und berufliche Erfahrung mit der Welt der Computer zusammengefasst und so war ein Angebot entstanden, welches auf großes Interesse bei den Teilnehmern stieß. Jedenfalls mussten die Stühle ordentlich zusammengerückt werden, damit jeder einen Platz am großen Besprechungstisch finden konnte. Man wollte und sollte sich schließlich Notizen in den verteilten Seminarunterlagen machen.

Um 10 Uhr ging’s los und das Ende war für etwa 16 Uhr geplant. So ist es dann auch - fast - gekommen. Anfänglich etwas zurückhaltend, aber dann immer munterer, wurde entlang der vorgetragenen Inhalte gefragt, kommentiert und diskutiert.

Zur Mittagspause hatten Inge und Walter für eine sehr leckere und reichlich bestückte Gulaschsuppe gesorgt, die in der Firmenkantine serviert wurde. Da hat sich jeder gern noch einen Nachschlag genehmigt.

Als „Dessert“ gab es einen äußerst interessanten und sehr objektiven Bildervortrag von Norbert zur aktuellen und spannenden Fragestellung, welche Alternativen es momentan zum Verbrennungsmotor gibt. Derzeit, so waren sich alle Teilnehmer einig, gibt es da noch keine klare Richtung, die man einschlagen kann. Bei allen Alternativen überwiegen die Nachteile noch bei weitem und es ist auch nicht ansatzweise erkennbar, wohin die Reise geht.

Danach dann der zweite Teil des Seminars, bei dem - da inhaltlich immer mehr der Praxis und aktueller Technik zugewandt - kräftig diskutiert und Erfahrung ausgetauscht wurde. So kam es auch, dass erst gegen 17 Uhr der letzte Präsentations-Chart aufleuchtete. Applaus, Applaus von allen für alle und für alles.

Kleiner Wermutstropfen: Offenbar war der Referent so aufgeregt und die Teilnehmer so gefesselt, dass keiner daran dachte, auch nur ein einziges Foto zu schiessen… KFa

© RT Frankfurt 2018



Die RT-Mitglieder bevorzugen die Kontinuität:

Wahl der RT-Leitung — das alte Team ist das neue​

Organisatoren: Pia Schlede & Klaus Wienhold • Datum: 2. Februar 2018

Natürlich wohnt jeder Wahl - zumindest bei den Kandidaten - eine gewisse Spannung inne. Aber da gab’s keine Überraschungen. Die sechzehn wahlberechtigten Clubmitglieder des gut besuchten RT-Abends votierten einstimmig: Kurt wurde zum RT-Leiter, Pia zur Stellvertreterin gewählt. Für weitere zwei Jahre erhielten sie den Auftrag, gemeinsam mit Gerhard die Geschicke des RT Frankfurt zu gestalten.

In ihrer alten und neuen Funktion gaben Pia und Kurt nach der Wahl einen Überblick über die schon fast vollständig mit geplanten Aktivitäten ausgestattete Saison 2018. Und auch neue Aufträge gab’s: Die Idee einer Sonnenwendfeier als Gegenpol zu unserer Weihnachtsfeier im Lamm soll in die Tat umgesetzt werden und auch zum neuen Clublokal ist das letzte Wort noch nicht gesprochen… KFa

© RT Frankfurt 2018



Das Jahr beginnt stimmungsvoll:

Gute RT-Tradition - Neujahrsempfang 2018

Organisatoren: Pia Schlede & Klaus Wienhold • Datum: 19. Januar 2018

Wenn ein Ereignis den Begriff „traditionell“ im Namen trägt, dann ist davon auszugehen, dass man es macht, wie und weil man es schon immer so gemacht hat.

Ja, auch unser Neujahrsempfang ist so eine Veranstaltung. Wie immer sehr gut besucht, wie immer nette Menschen, gutes Essen, angenehme Atmosphäre, guter Service und interessante Gespräche. Der Tradition entspricht auch, dass wir die Lokalität von Jahr zu Jahr wechseln. So waren wir heuer „beim Italiener“ zu Gast, dem Bistro Golf-Range in Frankfurt-Kalbach. Weit vor der vereinbarten Uhrzeit waren schon viele der fast 30 angemeldeten RT-Gäste anwesend und als um 19 Uhr der offizielle Teil begann, waren wir vollzählig und der Begrüßungssekt schon fast ausgetrunken.

Kurt nutzte die Gelegenheit seiner Begrüßung für einen kurzen Abriss über die jetzt endende Amtsperiode der RT-Leitung. Die vergangenen zwei Jahre waren prall gefüllt mit Ausfahrten und Ereignissen. Neben den regelmäßigen Clubabenden nahmen wir in den beiden Saisons vierzehn(!) Mal bei kürzeren oder längeren Ausfahrten die Straßen unter die Räder unserer Roadster. Roadsterlüften zu Saisonbeginn, SKATs zu Saisonende und dazwischen Tagestouren und mehrtägige Ausfahrten. Deren Höhepunkt: Unsere Jubiläumstour 2017 zum 15. Jahrestag der RT-Gründung nach Maishofen. Es wurde also jeden der vierzehn Saisonmonate etwas unternommen. Was für ein toller RT…

Ebenfalls der Tradition folgend wurde von Pia anschließend unser RT-Sparschwein geschlachtet. Die zu diesem Zweck von den RT-Mitgliedern unterjährig angesparten Beträge wurden zur Entlastung der Restaurantrechnungen der Teilnehmer „zweckgebunden rückerstattet“ ;-)

In der Folge widmeten wir uns alle ausgiebig dem sprichwörtlichen gemütlichen Beisammensein. Da die Tischaufstellung und auch leider die laute Raumakustik an diesem Abend Gespräche in großer Runde nicht zuließen, wurden fleißig Plätze getauscht und Unterhaltungen in kleiner Runde geführt.

Gefallen hat’s wohl allen, denn erst kurz vor Mitternacht wurde der RT-Pylon eingepackt, unser Leuchtschild ausgeschaltet und die letzten Teilnehmer traten ihren Heimweg an.

Weil uns bei unserem beliebten und bewährten Clublokal an der Sandelmühle doch nach zwei Jahren die Speisekarte etwas langweilig geworden war, wollen wir diesbezüglich für Abwechslung sorgen und uns probeweise künftig im Bistro Golf-Range zum Clubabend treffen. Weiterer Grund ist, dass - wie auch die Sandelmühle - das Bistro alle Anforderungen an ein RT-Clublokal erfüllt. Und das ist in der exponierten Lage unserer Region nur äußerst selten der Fall, zumal auch Stammtische oft nicht gerade zu den beliebtesten Gästen eines Wirts zählen.

Also - schaun mer mal… und: auf ein Neues :-) KFa

© RT Frankfurt 2018



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Letzte Änderung an dieser Seite: 20. Jul 2018 15:58:42 Uhr (Kurt Faur)