Regionaltreffen Münster

Gründung: 2016

RT-Leiter: Rudolf Münter

  0171 8141712
Regelmäßiges Treffen:  
Letzter Sonntag im Monat gegen 17:59 oder 18:00 Uhr
Lokalität:  
Hotel Gasthaus Waldmutter
Hardt 6
48324 Sendenhorst
Tel.: 02526 93270

Liebe Freunde des Regionaltreffens Münster,

wir freuen uns, Euch bei uns zu sehen und mit uns unsere schönen Roadster zu genießen.

Beste Grüße

Rudolf Münter (RT-Leiter, Email: rt.muenster@r129sl-club.de, Tel.: 0171 8141712 )
Dirk Philipp (Stellvertreter, Email: philippd@helimail.de, Tel.: 0160 7669 166)
Frank Olbrich (Technikreferent, Email: olbrichf@t-online.de, Tel.: 0160 9383 0855)

Termine 2017:

  • 30.07.2017
  • 27.08.2017
  • 24.09.2017
  • 29.10.2017
  • 26.11.2017 (entfällt)

Termine 2018:

  • 25.03.2018
  • 29.04.2018
  • 27.05.2018
  • 24.06.2018
  • 29.07.2018
  • 31.08.2018 (geändert)
  • 30.09.2018
  • 28.10.2018


Ausfahrt des RT Münster an die Nordsee bei Bockhorn

09. bis 11.06.2017

Organisation Sabine und Rudi Münter

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Sechs Roadster mit 42 Zylindern, 1645 PS und zehn FrauMann Besatzung machten sich am Freitagmorgen ab Münster Nord auf den Weg vom Schifffahrter Damm gen Norden. Die Dächer selbstverständlich in der tiefergelegten Version, so wie es sich gehört bei solchen Mangelautos, denen es an Radstand, an den hinteren Türen und an einem Blechdach mangelt, mindestens sieben Monate im Jahre…

Anmarsch, Abmarsch...

Roadster-Pause – man macht entweder das Verdeck auf, oder man macht es zu … In Erwartung dessen, was da kömmet… Moderne Dinger dürfen das beim Fahren machen bis 50 km/h – unsere sind „old style“, man rast nicht nur, man rastet auch.

Über mittlere und eher kleine Landstraßen gen Saerbeck und Rheine. Die Autobahn 31 meidend und auch die dicke Bundesstraße B70. Rudi hatte einem Bekannten dessen Motorrad-Navi gemopst, und dem folgten wir brav bis in die Innenstadt von Papenburg.

Dort in einer Cafeteria in Nachbarschaft vom Rathaus lustvoll getafelt. Die ein Hähnchenschnitzel mit Spargel und Sauce Hollandaise wählten, aber ohne den Tisch-Reiter von weiß (Selbstbedienung) auf rot (mit Bedienung) zu drehen, die waren wohl best bedient. Sieben-fuffzich, da kann auch der mäkeligste Westfale nichts zu meckern finden. Es gab hinzu auch noch einen flotten Boogie, denn in diesem kultivierten Hause fand sich ein kultiviert gestimmtes Klavier, neben einem Podium. Der Tastentäter verschonte das Haus jedoch von Schlagzeug- und Keyboardklängen, da er eher den uralten Klaviere sehr zugethan ist, wie die Münsteraner Roadstergang leidvoll weiß.

Um 14.30 Uhr war ein Transferbus zur Werft der ehrbaren Kaufleute Jos. Meyer geordert. Wer dort noch nicht war und wer ein Faible fürs Reisen hat, dem sei dieses nachzuthun äußerst anempfohlen. Ein kundiger Guide lotste uns erst durch mehrere Kinosäle, in denen die Geschichte des Unternehmens, die aktuelle Kundschaft und deren Erfordernisse, in Europa andere als in den USA, bei jungen und minder geldhaltigen Menschen andere als bei älteren und mehr geldhaltigeren Semestern, und wieder andere Bedürfnisse und Interessen in Ostasien erläutert wurden. Dann ging es auf einen Rundgang durch die Werfthallen, hübsch hinter Glas, dass auch niemand Helm tragen musste und von herumfliegenden Schweißperlen hätte getroffen werden können. Wir sahen die zwei riesigen Hallen, die sich abteilen und fluten lassen. Die riesigen Kräne , die alle benamst sind nach Raubvögeln, on top der „Kaiseradler“-Kran mit 800 Tonnen Traglast. Den wir auch sich just bewegen sahen, an einem Kranhaken eine Sektionsplatte verfahrend, an einem anderen Kranhaken ein ganzes Schiff, einen Schleppdampfer.

Die Fertigung geschieht sektionsweise, ein großes Schiff wie die AIDA wird aus vier oder fünf Sektionen a 120 Metern Länge gebaut. Die Innenfertigung der Kabinen ist ausgelagert an eine Tochtergesellschaft 300 Meter weiter, und in kurzem Takt liefert sie zu. Die Kabinensektion wird dann „unterm Teppich“ mit allen erforderlicher Leitungen für die Wasserzufuhr, das Abwasser und die Elektrizität verbunden. In einem letzten Film zum Ende des Rundgangs wird erklärt, wie zweimal im Jahr, im März und im September jeweils, eines der gebauten Schiffe die Ems hinabfährt zum Dollart. In Summe extrem beeindruckend. Einziger Wermutstropfen: durch das treppauf-Treppab ist dieser Rundgang nicht rolli-gerecht – nur falls das einer wissen muss. Im Shop vorm Verlassen der Werft kann man dann reichlich Bücher und andere Ware erwerben.

Dem Autor dieser Zeilen stach eine doppelt handgroße Robbe ins Auge, die mit einem blauen Halstuch der Meyer-Werft, und mit ihrem grauen Fell genau die Farbkombination seines Roadsters bietet. Die einen fahren den Wackeldackel spazieren, ein Unnaer Roadster nun die Meyer-Robbe.

Bockhorn, Lust und Last...

Weiter ging es über herrliche Landstraßen mitten durch Ostfriesland. Ich erinnere die Bagbander Mühle und mehrere Ortsteile von Großefehn, die ich bereits sechs Jahre zuvor bei einem Klavierspieler-Workshop kennenlernte. Über Wiesmoor ging es zuletzt nach Schillig an den Deich, genau „rechts oben“ in der Ecke Ostfriesland gegenüber von Wilhelmshafen. Dort erwartete uns das gar nicht so kleine Familienhotel, dessen oberste Etage übern Deich zu gucken erlaubt. Wir bezogen die Zimmer, und weiter ging es per pedes zum bewährten Jugo-Griechen-Italiener „Bei Mario“, der einen mit allerlei Dingen seiner mehrfachen Heimaten verwöhnte, sowie mit nicht ganz kleinen Mengen des Bieres aus Duisburg. König. Ich fands gut.

Viel dummes Zeugs erzählt, auch wieder unentwegt über uralte Klaviere und deren Lebensgeschichte. Und einen schmutzigen Gedanken gefasst anlässlich unserer Mitfahrer, die hälftig des Jahres in Münster leben, anderenhälftig auf der Kanalinsel Jersey. … ob man nicht mal eine solche bzw. ähnliche Mehrtagesfahrt so organisieren sollte, dass man sich im Roadsterclub Jersey ansähe… Unser britischer Kollege Sir Peter (fährt einen SL 320, dem irregulär das Lenkrad aus dem Handschuhfach wächst…) und seine Frau Petra würden wohl für unser Wohl auf der Insel sorgen. Anzufahren über Saint-Malo in Frankreich am Fuß der Bretagne, 1000 km Anfahrt plus eine Fähre über ein äußerst interessantes Gewässer, das Käptn Peter aus eigenem seemännischem Tun wie die Westentasche kennt – heiß insofern, als man es dort mit gewaltigen Strömungen wegen des Tidenhubs von 12 bis 14 Metern zu tun bekommt.

Relativ früh gegen 23 Uhr endete die Abendbespaßung, wir verabredeten uns den anderen Morgen zum Frühstück. Sehr reichhaltig. Der Hotelchef wollte etwas arrangieren, dass uns sein VW-Bus zur Verfügung stünde. Die eine Teil-Gang wollte auf eine Insel, die andere Gang zog es hin zu der unendlich reichhaltigen Jungs-Spielwiese bei Bockhorn, wo eines der echten Bastler-Paradiese drei Tage lang geöffnet war, der Fahrzeug– und Teilemarkt. Wieder mal sehr alteisenhaltig. Die Foto-Ausbeute zeigt nicht ein Viertel all dessen, was dort ausgestellt wurde oder gar zum Kauf angeboten.

Die Rückfahrt – im Gegensatz zur Hinfahrt mit drei Roadstern, 22 Zylindern und 871 PS traten dann vier Motoren und zehn Pferdestärken mehr an. Der Autor erwarb dort, man darf konstatieren, recht typisch für ihn, ein Buch und einen Motor…

Er mochte sich eines dieser unwahrscheinlichen, unwiderstehlichen Angebote nicht entgehen lassen. In den Kofferraum wanderte ein hubraumvergrößerter kleiner Viertakter-Honda-Motor, der einer Dax oder einer Monkey Beine machen kann, einem kleinen Affen. Und weil der Motor pechschwarz und ziemlich stark ist, nennt sich dieser Motorentyp nach einem großen Affen, „Gorilla“.

Nicht der VW Käfer ist das erfolgreichste Kraftfahrzeug der Erde, nicht der Toyota Corolla, und auch nicht der VW Golf. Es ist die kleine Honda, das Moped, mit dem halbdreiviertel Asien unterwegs zu sein scheint, in Japan, in Thailand, Malaysia, Indonesien, Indo-China von Vietnam über Laos, Kambodscha bis zu Myanmar, Bangladesch und Indien:

Die Einzylinder-Viertakt-Honda mit meist 110 ccm. Von Honda original gefertigt, mit Lizenz in Thailand und auch reichlich ohne in China … wurde dieser Typ Kraftfahrzeug weit mehr als 80 Millionen mal gefertigt.

Mit einem 125ccm-Motor von ca. 7 kW macht man sich dann zum Affen.., und es würde mich – angesichts des Verkäufers, der mir netterweise einen Handwagen lieh, um den Motor zum Roadster zu karriolen, nicht wundern, wenn sich über die etatmäßigen 7 kW oder 10 PS noch einige weitere Pferdchen darinnen befänden… Herauskommen wird das, wenn der Motor ein Eigenbau-Gestell antreibt, das hinten aus einer Dax-Schwinge und vorn aus einer Doppelquerlenker-Achse eines Quads, verbunden mit einem Liegesitzgestell bestehen soll. Eine Art verkleinerter Morgan-Selbstbau-Threewheeler.

Also Vorsicht vor Bockhorn… Bestimmte unentwegte Typen Spieljungs kommen da auf ganz eigenartige Ideen, oder nähern sich im Kleinklein des Flohmarkthandels der Verwirklichung ihrer Träume - oder Schäume. Nicht jede Lady wird hiervon immer nur erbaut sein, wenn man dann in Keller oder Garage etwas erbaut….

So schön das auch immer ist in Bockhorn, es riefen die Damen etc., die auf der Insel waren. Drei Roadster waren in Bockhorn, fünf Personen aber wollten an dem Fährhafen abgeholt werden. So fuhren wir – kurzes Stück Autobahn – zunächst nach Schillig, um die Zahl der Sitze und Roadster zu mehren, dann mit fünf Roadstern und 1319 PS an den Hafen, um dort sparsamst und sehr ökologisch fünf Personen abzuholen. Jedem Inselgast sein eigener gut belüfteter Beifahrersitz. Na wenn das mal nicht kommod ist…

Den Abend verbrachten wir in einem Nachbarort, in der oberen Etage eines auf Fischgerichte spezialisierten Restaurants, des „Alten Sielwärter-Hauses“. An diesem Abend gab es dann mal das Bier der Eingeborenen, Jever-Pils. Jeder bekam das, was er wollte, die einen eine Fischplatte im Doppelpack, die anderen das Doppelpack gleich mal zerlegt. Das Schnitzel dort ist auch nicht zu verachten.

Nach Rückkehr in Schillig war es entschieden zu früh, die Betten zu testen. So ging es noch durch den Ort. Angesichts des knapp noch offenen, aber bereits bekannten Marios und einer geschlossenen, zum Verpachten stehenden Spelunke wählten wir das „letzte“ Örtchen, im Westen des Ortes das Hotel-Restaurant und Bistro. Zu dem man über den Deich und eine hohe Rampe anläuft, um von dort eine herrliche Aussicht auf die Bucht, die Inseln und bis nach Wihelmshafen zu haben.

Petra wollte unbedingt einen Friesengeist, und beweisen, dass sie die Zeilen des zugehörigen Gedichtes auswendig kann. Jens schloss sich ihr an, um dann, wie hinterher rauskam, nach Gutbefund des Geistes uns allen noch je einen flammenden Friesengeist kredenzen zu lassen – da er als neuestes Mitglied des Regionaltreffs so seinen Einstand zu geben wünschte.

Am anderen Morgen ging es nach gutem Frühstück herauf auf den Deich. Gegenüber der gestrigen Rampe, bei herrlichem Blick über die besonnte See, verfertigte eine dienstverpflichtete Touristin Fotos der Nordlandfahrer mitsamt der von Chef Rudi mitgeführten Fahne.

Sodann Abfahrt. Petra und Peter noch weiter nordwärts, um den Urlaub auf einer Insel fortzusetzen, die anderen gen Süden, der Heimat Münsterland entgegen.

Zum Zwischenahner Meer. Dort Kaffee getrunken. Ein weiterer verabschiedete sich dorten, um heimzuziehen. Die verbliebenen viere nutzten das herrliche Roadsterwetter, um an den Teutoburger Wald zu kommen, wo man noch einen Gartenbaubetrieb mit Freizeitteich zum Tauchenlernen mit zwei Meter langen Stören sich ansehen wollte. An diesem Event nahm der Berichterstatter dann nicht mehr teil, weil noch in Bad Oeynhausen ein Benz-Kollege bei einem anderen Treffen wartete.

Im Stoppgalopp:

Meyer-Werft Papenburg – sehr zu empfehlen.

Schillig am Deich – sehr zu empfehlen.

Das Familienhotel dort – sehr zu empfehlen.

Bei Mario – sehr zu empfehlen.

Bockhorn– sehr bis extrem zu empfehlen – mit Risiken für das ehelich gleichsinnige Bewerten...

Das „Alte Sielwärterhaus“ – sehr zu empfehlen.

Bad Zwischenahn –zu empfehlen.

Roadsterfahren – sehr zu empfehlen.

Sechszylinder fahren – sehr zu empfehlen.

Achtzylinder fahren – noch mehr sehr zu empfehlen.

Gorillamotor kaufen – sehr zu empfehlen. Gorillamotor verbauen – mal sehen…. Gorillamotor fahren – ein Motorrad kann nicht genug einzylindrig und viertaktig sein. Ob das auch im Threewheeler gilt, mal sehen.

Jersey-Urlaub anplanen – bestimmt sehr zu empfehlen.

Moinmoin, nordisch, und Gued gaohn!, westfälisch
(chu-ed cha-ohn!, lasst es euch gut ergehen, macht es gut, passt auf euch auf usw. usf. )

Der Deputy, Secretarius und Technicus

Bernd B aus K

... auf dem Deich ... und heim ...


Ausfahrt an den Möhnesee am 30.4.2017

Organisation Bernd Beckschwarte

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Bild könnte enthalten: Auto, Himmel, Baum, Wolken, im Freien und Natur

Ein Trupp sonnen- und bildungsgieriger Roadsterfahrer am Möhnesee

Treff um 13 Uhr an der Abfahrt Ascheberg. Mehrere neue Leute, die großenteils Mitglieder werden wollen. Gemächliche Anfahrt die A1 runter, die A44 gen Kassel, Soest-Ost raus. Sammeln, dass alle dabei sind. Dann die Niederbergheimer Straße nach Südosten. Hinter der Haarhöhe die Alleen-Straße gen Völlinghausen, am Golfplatz vorbei, durch das verschlafene Dorf herunter an die Möhnestraße. Linker Hand ein echtes Blockhaus aus runden Holzbohlen. Rechts ab gen Wamel Bahnhof. Der See zeigt sich, die alte Kanzelbrücke.

In Wamel auf dem Parkplatz gegenüber dem Freibad "Uferlos"; auf dem alten Wameler Bahnhof, ein Vortrag zum See, zur Landeseisenbahn, der Kampf der Elemente, Stahl und Wasser. Stahl war zuerst, musste aber dem Wasser des nach Sperrmauerbau ansteigenden Sees weichen. Verlegung der Trasse einige Meter nach rechs, höher auf den Hang des Westenbergs. Wir stehen auf dem zweiten Wameler Bahnhof, sechs Meter höher am Hang, der alte Bahnhof liegt nun seit 1915 zwei Meter unter Wasser. Geschichten zur Eisenbahn, zum Sperrmauerbau, zu den untergegangenen Dörfern, persönlicher Bezug, da die Landeseisenbahn ehestiftend bei des Autors Eltern wirkte. Die spätere Mama stieg als fesche Maid in Wamel ein, um nach Soest zu kommen. Tschuff tschuff tschuff, 80 Meter und viele Kurven mit der Eisenbahn die Haarhöhe nach Echtrop hinauf. Dort stieg ein fescher junger Mann ein, um ebenso nach Soest zur Arbeit zu fahren.

Man kann die Trassen alt und neu heute noch besichtigen. Die ab 1971 stillgelegte Eisenbahnstrecke ist heute ein schöner Radwanderweg. Geschichten von der Kaiserlichen Jagd auf dem Rennweg im Arnsberger Wald, von der der Kaiser so viel nicht hatte, weil er am Ende des ersten Weltkriegs abdankte. Die Jagd hatte dann der Hamburger Privatbankier Von Donner gepachtet, der mit seiner Familie und Gefolge in die „Sommerfrische“ im Arnsberger Wald per Privatzug nach Wamel anreiste. Mehrere Personenwaggons, einige Güterwaggons, um den Hirschkühen im Gehege mit einem flotten Junghirschen Freude zu machen. Die alte Sommerfrische waren nicht 10 Tage Malle..., sondern es hieß in kultivierten Kreisen, im Mai oder Juni sich dünne zu machen, und erst im September oder Oktober wiederzukommen, wenn die Konzert-, Opern- und Theatersaison daheim Freude versprach: Davor blieb man lieber am Wald und am See. In der kaiserlichen Jagdresidenz Sankt Meinolf.

Fahrt über Wamel-Dorf die 15% Steigung rauf, zur Haarhöhe. Blick zwischen Echtrop und Körbecke von oben auf den See und den Arnsberger Wald. Fahrt durch Stockum und über den Stockumer Damm - schwierig, den Trupp beieineinander zu halten, denn die Möhneuferstraße ist bei Kaiserwetter hoch frequentiert. ... Der kurvige Südrand von Stockum über Körbecke-Süd, den Fuß der Körbecker Brücke, bis zur B229 Arnsberg-Soest, zurück über die Delecker Brücke.

Am "Geronimo" absolut chancenlos, einen Parkplatz zu bekommen, geschweige denn mit elf Roadstern... Also weiter, Richtung Sperrmauer. Davor an der Uferstraße nahe dem Haus Delecke die anderen wieder eingesammelt, an der Sperrmauer vorbei, in Günne herunter zum kleinen Museum und zur Möhnebrücke, dort Blick von unten auf die gewaltige Intze-Staumauer.

Unten vor der Mauer am Tosbecken noch den Clubkollegen Peter Riemann und seine Frau begrüßt, Chefkollege beim Essener Regionaltreff, die sich durch Zufall auch am See befanden. Klar, auch mit dem SL-Roadster, auch Kaiserwetter, da zieht es die Kohlenpötter seit Urzeiten zur Naherholung an den hundertjährigen See....
Weiter, individuelle Heimfahrt zum abendlichen Stammlokal "Waldmutter" in Sendenhorst. Ich blieb noch eine kleine Weile am See, meiner Heimat, bin in Körbecke geboren, und pfiff mir in Stockum von den schmackhaften Pommes ein.

Ein herrlicher Tag. Dem Organisator ward in der „Waldmutter“ von den Roadster-Collegii herzlich gedankt. Und wenn die Waldmutter sie nicht rausgeschmissen hätte nach lecker Spargel und Snitzl, dann tafelten und erzählten sie wohl immer noch.



Ausfahrt des RT Münster zu zwei Sammlerkollegen ...
8. Oktober 2016

Organisation Rudi Münter

In einem Dorf im Südlichen Münsterland …

…machte der Roadsterclub-Regionaltreff Münster seine erste richtige Ausfahrt. Die Sammlungen zweier Autophilen zu besuchen. Dieser Menschenschlag, der vom Bazillus Benzin-im-Blut aber mal sowas von voll besessen ist... Vorab, wer DA nicht dabei war, der hat böse was verpasst. Chefkollege Rudi hatte seine Kumpane Josef und Fritz gebeten, ihre eiligen Hallen für uns zu öffnen. Was wir da zu sehen bekamen – ungeheuer.

Es ging los mit einem Treff am Parkplatz der A1 bei Ascheberg. Mit sechs Autos schlichen wir einige Kilometer über die Dörfer, um dann auf den Hof einer – na ja, sagen wir mal Autowerkstatt – einzulaufen. Josef und sein Sohn sammeln Youngtimer. Josef hat zudem in seinem Leben ca. 50 Roadster des Pagodendach-Typs W113 besessen und saniert. Sein Sohn ist auf den 190er Babybenz spezialisiert. Mittlerweile muss Josef nicht mehr arbeiten, er widmet sich voller Inbrunst, Leidenschaft und Kenntnis der stetigen Sanierung weiterer Pagoden. Ich muss mir die Fotos ansehen, wieviele insgesamt dort standen, mindestens zehn, vielleicht 15 Stück.

Und noch mehr wundervolle, sehr begehrenswerte Dinge. Ein SL 63 AMG mit dem letzten 6.2-Liter-Sauger mit 417 kW. Ein weißes W112 300 SE Cabrio, das nicht zu verkaufen ist. Mehrere 500 E und E 500, teils mit der seltenen Designo-Ausstattung. Ein BMW ZM 3 als Schneewittchensarg, nicht das Cabrio, sondern die Coupe-Version, die man entweder abgrundtief hässlich findet, oder wegen ihres ganz ungewöhnlichen Designs liebt, und zwei Sachen sind klar: das Ding geht mordsmäßig, und das Teil wird eines Tages ein hoch begehrter Klassiker werden. Eine Ente mit Selbstmördertüren, 425 ccm und 13 PS. Riesige Campmobile. Eine Harley-Davidson. Mehrere Kreidler-Mopeds. Ein 40.. Ferrari, kenne mich da leider nicht aus, mit Geschichte: ein Bekannter rief ihn an, 60 km weiter sei ein Ferrari zu haben, aber nur jetzt, wenn er ca. sofort losfahre und auch das Geld gleich mit baren Talers mitbringe… Er rief mehrere seiner Kumpels an, trug die Talers so sporttaschenmäßig zusammen – und nach zweieinhalb Stunden war alles gelaufen. Da kam er ohne Geld, aber mit Ferrari heim.

Die Werkstatt piccobello sportiv ausgestattet. Hebebühne. Alles gefliest. Alle Wände über und über mit Automobilia tapeziert. Alles hell und freundlich, kein düsteres Loch, wie man das manchmal bei Autoverrückten sieht. Nein, da steckt Überzeugung, Nachdenken, ja Lebensart drin - und der Spass, die große Neigung und Freude, die mindestens zwei große Jungs mit dem Benzin-Thema haben. Josef sammelt, Josef verkauft nicht. Normalerweise nicht. Wenn aber Josef sich in etwas Neues (Altes) verguckt, dann verkauft er auch mal einzwei Wagen. Einer in unserer Runde, der eigentlich auf der Suche nach einem W111 Cabrio ist, neigt nun dem Pagodendach W113 zu, nachdem er probesaß - und feststellte, dass man in einer Pagode, ganz im Gegensatz zu sehr vielen anderen Oldtimern, hervorragend sitzen kann.

Unterwegs der mehreren Hallen lernten wir dann auch Fritz kennen. Ein taffer, fitter älterer Herr in seinen Siebzigern. Sehr eloquent. Der mit einem weiteren Kollegen Schwerlastwagen sammelt. Kaelble ist sein Leib- und Magenthema. Er hatte LKW fahren gelernt, entgegen dem Wunsch seines Vaters, und war bei einer Dortmunder Spezialspedition mit Schwertransporten beschäftigt. Alles, was mehr als 40 Tonnen wiegt, bis über 1000 Tonnen, das war sein Leben lang sein ureigenes Ding. Er lieferte dem Möhnesee ein großes Schiff an , das bei einem Bootsverein dann jahrzehntelang als Anleger diente. Er hat Reaktoren für Raffinerien transportiert, Fritz hat alles gemacht, was mit Kränen und Schwerlastwagen zu machen geht.

Letzens sind er und sein Kumpan mit zwei Kaelble-Maschinen in die Alpen gefahren, unter anderem haben sie das Stilfser Joch gemacht. Er guckte uns lustvoll frech an: „Ist ja nicht verboten, oder?“ Es gebe da zwei drei Kehren auf der Südseite, die habe er dreimal vor- und zurücksetzend passiert. Diesen Pass kenne ich genau, und auch meine Frau…., und sie ist mir heute noch böse, dass wir diese üble Gemsentour zickezacke fuhren – und das war bei uns nur ein normaler Passat Kombi. Fritz und Kollege aber sind dort mit den 40-Tonnen-Zugmaschinen von Kaelble rauf. …
Ein äußerst interessanter Ausritt mit den Roadsterfreunden. Solch ein Ereignis schafft Freude, Freunde, Kontakte, und gelegentlich vielleicht mal Hilfe, wenn man eine kompetente Werkstatt sucht, oder feine Automobile zu kaufen. Oder ein gewaltiges Transportproblem hat, das sich mit Kränen, mit Omnibus oder mit einer überschweren Kaelble-Zugmaschine lösen ließe....

Sammlungen Südkirchen


Liebe Roadsterfreunde,

nach einem gelungenen Neustart des Regionaltreffs Münster in 2016, mehreren Treffs in der "Waldmutter", beim äußerst beeindruckenden Rundgang in Südkirchen in den Eiligen Hallen vom Oldtimer-, Youngtimer- und u.v.a. R129-Freund Josef mit seiner Schlossgarage, und beim Besuch der Halle vom künftigen Neumitglied Frank Olbrich darf man sagen:

WELL DONE!

Das hat Spass und Freude gemacht, mit euch zusammen zu sein.

Wir wünschen allen R129er Roadsterfreunden im Münsterland und drumherum (spezielle Grüße nach Essen und Wuppertal) eine schöne, besinnliche oder erlebnis- und geschenkereiche Weihnachtszeit, jeder das, was er möchte und was ihm guttut, wünschen allen eine besinnliche Rest-Adventszeit, angenehme Tage "zwischen den Jahren", einen guten Rutsch herüber ins sicherlich ereignisreiche Jahr 2017, einen guten Start im Neuen Jahr, und ein frohes Wiedersehen bei Ausfahrten, Treffen, Reisen, in der Grube, unter der Hebebühne, am Klavier :P oder wo sonst der Roadsterfreund sich wohlfühlen mag.

Freundliche Grüße vom Bernd B aus UN,

auch im Namen von Cheffe Rudi M aus MS

Neugründung RT 48 Münster

Liebe Clubfreunde,

aufgrund der Initiative des Club-Neumitglieds Rudi Münter, Münster, hat sich der dortige Regionaltreff nach ca. zehnjährigem Eingeschlafensein wieder neu gegründet.

Draußen auf dem Parkplatz einer bekannten Münsterländer Gastronomie, der "Waldmutter" bei Sendenhorst, liefen ca. 20 schöne Fahrzeuge der 129er Mangelserie ein - es mangelt ihnen an Radstand, an hinteren Türen und einem festen Blechdach. …

Zur Gründungsversammlung kamen 15 Clubmitglieder und 6 interessierte Gäste im Lokal „Waldmutter“ bei Sendenhorst zusammen. Anwesend war auch der Vizepräsident Kurt Schendler. Kurt, immer ein freundlicher Redner, fand zur Wiedergründung einleitende sowie hilfreiche Worte. Anschließend begrüßte der Initiator Rudi Münter die Runde der Anwesenden. Man schritt zur Tat und stimmte ab. Mit 14 Stimmen wurde Rudi zum neuen Vorsitzenden gewählt. Der zu seiner Rechten hockende Schreiberling Bernd Beckschwarte, ebenso ein neues, wenn auch nicht mehr junges Mitglied, wurde ebenfalls mit 14 Stimmen zu seinem Stellvertreter und zum vorläufigen Technik-Referenten erkoren.

Kurt Schendler übergab dem Rudi eine Fahne sowie einen Stärkungstrunk aus der Heimat von Kurt. Wer es kennt, es fahren Autos in Orange herum, die „Gehörntes“ zeigen. Es schmeckt nach Kräutern, Süßem und vielen Jungs-Fittaminnen… Selbiges Schmackhafte wurde auch dem Stellvertreter Bernd Beckschwarte überreicht. Sodann wurden vor der Fahne die Anwesenden portraitiert.

In der Runde wurden mögliche Aktivitäten vorbesprochen; gemeinsame Ausflüge, Tipps und Tricks, gute Werkstätten, Rat untereinander. Man muss sagen, in dieser Runde war ein sehr interessantes Panel von Roadsterfreunden beieinander. Dem Schreiberling hat diese Runde jetzt schon große Freude gemacht. Intensive Gespräche schlossen sich in kleineren und größeren Gruppen an. Zwischendurch wurde das saumselige Völkchen der Roadster-Offen-Absteller von den Kollegen nach draußen gemahnt, weil der Wettermeister Petrus gerade etwas gegen Roadster einwandte – es schauerte gar heftig auf die armen Lederpolster. Zweie wurden pitschenass, darunter der Berichterstatter. Das nahende Viertelfinalspiel der deutschen Mannschaft bei der EM bescherte der Veranstaltung doch ein wenig zu frühes Ende, nur wenige Fußballverweigerer diskutierten weiter…

Bernd Beckschwarte, Verfasser der Zeilen, Roadsterneuling mit Frischerwerb von der Techno Classica 2016 zu Essen, mit dem ersten eigenen Cabrio seines Lebens…, war in der „Waldmutter“ aufgeklärt worden, dass ein Roadster polizei- und versicherungsrechtlich als verschlossen gilt, wenn seine Scheiben hoch sind und die Türen abgeschlossen. Das Verdeck muss nicht geschlossen sein… Sowas hält allerdings einen Petrus nicht von gelegentlichen Einbrüchen ab. Oft ist Petrus uns Roadsterfahrern ja wohlgesonnen, aber es gibt Ausnahmen.

Ein zweites Treffen wurde benannt. Am 31.7. trifft sich die Crew wiederum in der „Waldmutter“. Eine Doodle-Terminvorschlagsliste hängt im Web. Etliche Rückmeldungen lassen schon riechen, dass entweder der dritte Donnerstag im Monat, oder noch ein wenig wahrscheinlicher der vierte Sonntag im Monat der regelmäßige Treff werde - mindestens in der Schönen Jahreszeit. Chefkollege Rudi Münter optiert für einen Modus, der gelegentlich Sonntags gemeinsam zu roadstern vorschlägt. Mit einem früheren Treff zum Start auf eine Ausfahrt, vielleicht mit einen Zwischenstop auf einen Kaffee und/oder eine Sehenswürdigkeit, und dem anschließenden Anfahren des künftigen Stammlokales zum gemeinsamen Abendmahle und gegenseitiger Bespaßung mit schmutzigen, öligen und fettigen Geschichten aus der wilden Vergangenheit mit Sternchenautos.

Gued Gaohn!,

so ruft man sich im Münsterlande den kurzweiligen Abschied zu.

Bernd Beckschwarte



Vielen Dank auch an Bernd für diese netten Worte vom RT-Leiter

Rudi Münter

Letzte Änderung an dieser Seite: 10. Aug 2018 14:39:00 Uhr (Frank Risse)